Kategorie: Das war…

Sommercamp 2021: Zwischen Regen, Party und Selbstorganisation

Das dies jährige Sommerzeltlager der Falken Sachsen und Thüringen ist nun vorbei. in den Zwei Wochen, die wir in Berlin-Heiligensee verbracht haben, können nun wohl alle Teilis und Helfis mit Gewissheit sagen, das ein verregnetes Zeltlager zwar nicht so schön wie eines im strahlenden Sonnenschein ist, sich aber trotzdem lohnt! Diese Erkenntnis kommt vor allem daher, dass wir in der ersten viel mehr Zeit als üblicherweise damit verbrachten uns gegen den strömenden Regen zu schützen und die Zeltwände von innen akribisch zu inspizieren. Dafür hatten wir dann in der zweiten Woche mehrfach die Chance mit unseren Teilnehmenden an die Havel zu gehen oder im Heiligensee zu schwimmen. Natürlich sind wir nicht nur Schwimmen gegangen in den zwei Wochen, auch haben wir an Neigungsgruppen wie batiken oder Graffiti sprühen teilgenommen, uns vorgelesen, in Workshops zu Geschlechterrollen, „Instagram, Snapchat, Onlyfans und die Rolle der Frau“, Drag Queen/King oder zu rechtem Terror mitgemacht oder einfach mal gechillt.

 Außerdem gab es ´ne Menge Mitbestimmung. In Komitees wie das der Genoss*innenschaft, oder der dem Küchenkomitee. Dann gab es in der Mitte des Camps das Bergfest eingerahmt mit einem Thementag die beide. Am Thementag zum Thema Wohnraum kamen Jip, Jap und Jup vom Planeten „Gormedian Fisch 6“ und um Hilfe, um ihren Planten zu retten. Dieser stand kurz vor einer Zwangsräumung durch eine Späkulationsgesellschaft. Nach einem Ausflug auf diesen Planeten, inklusive Solidaritätsdemo wurden die Außerirdischen dann am Abend zum großen Fest eingeladen, dem Bergfest. Es war ein ganz besonderer Abend. Es gab das leckerste Essen (inklusive Pizzatorte), gute Musik, Karaoke und eine lange Nacht. Aber nicht genug mit der Party, am Vorletzten Abend gab es zusätzlich das Abschlussfest, welches ähnlich ablief. Am Ende waren wir wohl alle traurig, dass es zu eben zu Ende war, aber irgendwo waren wir auch sehr froh in Aussicht auf die Nacht im eigenen Bett. Danke an alle Gruppenhelfer*innen, das Specialtaskteam und das Kuchenteam für euren unermüdlichen Einsatz. Außerdem vielen Dank an die Falken Sachsen, mit euch fahren wir doch immer gern mit. Ein ganz besonderer Dank geht in diesem Jahr auch an den Verein Kindervisionen Erfurt e.V. Dank Ihrer Unterstützung konnten wir vielen Kindern unvergessliche zwei Wochen ermöglichen. Ohne Ihre Unterstützung hätten sich die Familien diese Zeit für ihre Kinder nicht leisten können.

Das war… das Frauen*-Theorie-Seminar

Vom 30.06. bis 02.07.2017 veranstalten wir zum zweiten Jahr in Folge das Frauen*-Theorie-Seminar in Kooperation mit der Mädchen- und Frauenpolitischen Kommission und dem Bundesvorstand. Veranstaltungsort war die Jugenbildungsstätte Kurt Löwenstein in Werftphul bei Berlin.

Ins Leben gerufen wurde das Frauen*-Theorie-Seminar als eine Falken-Bundesmaßnahme auf der Bundesfrauenkonferenz 2015. Ziel war es, Mädchen* und Frauen* darin zu bestärken, selbstbewusst an den theoretischen Debatten inner- und außerhalb des Verbandes teilzunehmen, und dabei gleichzeitig zu reflektieren, was uns Theoriearbeit erschwert und was anders laufen muss.

Während sich das Seminar im letzten Jahr um das Verhältnis von Geschlecht und (linker) Theoriearbeit drehte, stand dieses Jahr das Tabu von Aggressionen bei Frauen* im Mittelpunkt der Veranstaltung. Der Vorbereitungskreis, bestehend aus einigen Frauen* der Falken Thüringen, hatte dazu ein Thesenpapier angefertigt, das mit allen Teilnehmerinnen des Seminars diskutiert wurde. Weiterhin wurden wieder wie im letzten Jahr Workshops zu verschiedenen (vornehmlich nicht in erster Linie feministischen) Themen gehalten. So setzten wir uns mit dem Verhältnis von Theorie & Praxis, mit Neoliberalismus, dem widerständigen Potenzial von Kunst, einer Kritik an Critical Whiteness, Linkssein und psychischem Leiden sowie einigem mehr auseinander.

Abends wurde in die hauseigene “Haifischbar” zu einem Wettkampf geladen. Hier treten die Teams in Ninja gegeneinander an:

Das Seminar war sehr erkenntnisreich, mit spannenden Diskussionen und tollen Begegnungen. Mit einiger Wehmut trennten sich am Sonntag wieder die Wege. Doch das nächste Frauen*-Theorie-Seminar kommt bestimmt.